Die vielen kleinen und großen Kirchen der Umgebung
In Chiusi della Verna und Umgebung:
- Basilika (Chiesa Maggiore): Errichtet zwischen 1348 und 1509 mit Unterstützung der Wollgilde (Gilda della Lana) von Florenz. Es handelt sich um eine einschiffige Kirche, die die berühmten glasierten Terrakotten von Andrea della Robbia und die Kapelle der Unbefleckten Empfängnis beherbergt, in der die Reliquien des Heiligen aufbewahrt werden.
- Kapelle der Stigmata: Erbaut im Jahr 1263 an der exakten Stelle des Wunders von 1224. Sie beherbergt einen monumentalen Altar der Della Robbia, der die Kreuzigung darstellt. Sie ist mit dem Heiligtum durch den Korridor der Stigmata (1578) verbunden, der mit Fresken von Baccio Maria Bacci geschmückt ist.
- San Michele Arcangelo (Chiusi della Verna): Gegründet im Jahr 1338 von der Gräfin Giovanna Tarlati. Es ist eine kleine spätromanische Saalkirche, die im 19. Jahrhundert erweitert wurde und durch einen Glockengiebel sowie eine Gedenktafel an der Fassade gekennzeichnet ist.
- Santa Maria Assunta (Vezzano): Alte Taufkirche romanischen Ursprungs (bereits 1052 erwähnt). Sie ist vor allem für die Tradition bekannt, die ihr Taufbecken als den Ort der Taufe von Michelangelo Buonarroti bezeichnet.
- Sant’Agata (Rocca): Wahrscheinlich ein byzantinischer Stützpunkt aus dem 7. Jahrhundert. Sie zeichnet sich durch den ungewöhnlich an der Seitenflanke platzierten Eingang und das schlichte Erscheinungsbild aus Sichtstein auch im Inneren aus.
- San Martino (Compito): Kirche im ländlichen romanischen Stil, die eine kostbare Altartafel von Neri di Bicci (15. Jahrhundert) bewahrt, welche die Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Franziskus und Martin darstellt.
- San Lorenzo (Dama): Ehemaliger Besitz der cassinesischen Mönche, weist eine typische einschiffige Struktur mit einer halbrunden, mit einer Kalotte gedeckten Apsis auf.
- Sante Flora e Lucilla (Sarna): In einem intakten mittelalterlichen Dorf gelegen, weist die Kirche eine einschiffige Struktur mit hölzernem Dachstuhl und charakteristischen Vierpassfenstern auf.
In Vallesanta:
- Sant’Andrea (Corezzo): Ein solider Steinbau mit einem einzigen Kirchenschiff, der historisch den Kirchen von Serra und Frassineta vorstand. Als Verwaltungszentrum des Gebiets finanzierte sein Pfarrer 1613 den Wiederaufbau der Kirche von Serra nach einem Einsturz.
- San Michele Arcangelo (Biforco): Seit 1274 dokumentiert, ist sie aufgrund eines Chores und zweier Seitenkapellen, die der Annunziata und der Heiligen Lucia gewidmet sind, komplexer als die anderen.
- Sant’Egidio (Frassineta): Romanisches Gebäude mit regelmäßigem Schichtmauerwerk. Bewahrt ein originales Biforium an der Fassade und Altäre, die der Jungfrau Maria und dem Heiligen Antonius dem Großen gewidmet sind.
- San Giovanni Decollato (Serra): Zu Beginn des 17. Jahrhunderts nach einem Einsturz wieder aufgebaut, war sie früher den Heiligen Jakobus und Christophorus gewidmet.
- Santa Maria und San Silvestro (Giampereta): Einst mit der Pieve von Bibbiena verbunden. Ihre Geschichte ist geprägt von der Zerstörung der nahe gelegenen Kirche San Silvestro (die nach einer heftigen Schlägerei zwischen lokalen Adligen abgerissen wurde), von der heute noch ein symbolischer Stein vor dem Eingang zeugt.
- Beata Vergine Maria (Rimbocchi): Im Jahr 1640 als Oratorium erwähnt, das von der Familie Brizzi gegründet wurde und von der Kirche in Biforco abhängig war.
- San Clemente (Pezza): Kleine ländliche Rektoratshalle, die durch einen Glockengiebel direkt über der Giebelfassade gekennzeichnet ist.
- Santi Pietro e Paolo (Montefatucchio): Alte Taufkirche, die im 16. Jahrhundert über 500 Einwohner versorgte. Heute ist sie leider eine Ruine, deren Mauern teilweise eingestürzt und von Vegetation überwuchert sind.