GO UP
Image Alt

Der monumentale Wald

Der Wald des Heiligen Franziskus

Die Wallfahrtsstätte La Verna wird von einem monumentalen Buchen- und Tannenwald umgeben, der sich über etwa 200 Hektar erstreckt. Dieses einzigartige Ökosystem verdankt seine Entstehung der jahrhundertelangen Pflege durch die Franziskanermönche, doch der Überlieferung zufolge wird seine „Gründung“ dem Heiligen Franziskus selbst zugeschrieben. Es wird nämlich erzählt, dass der Monte Penna zum Zeitpunkt der Schenkung durch Graf Orlando Cattani im Jahr 1213 karg und wild erschien. Es war der Heilige, der zusammen mit seinen ersten Gefährten die ersten Bäume pflanzte und so den kahlen Felsen in einen Ort des Gebets und der Stille verwandelte. Über Jahrhunderte hinweg bewirtschafteten die Ordensbrüder den Wald mit zurückhaltenden Eingriffen, wodurch die Bäume außergewöhnliche Ausmaße und Höhen erreichen konnten, sodass er heute das Herzstück des Nationalparks Foreste Casentinesi bildet.

Die Wege des heiligen Waldes

Der Weg von Chiusi zum Kloster

Die historische Verbindung zwischen dem Dorf Chiusi della Verna und der Kloster wird durch die alte gepflasterte Straße nachgezeichnet. Ausgehend vom historischen Zentrum, in der Nähe der Podesteria, steigt der Weg in Richtung des Berges an und durchquert dabei den malerischen Bosco delle Fate. Diese Route war die Hauptverkehrsader für die Podestà, die wie Ludovico Buonarroti in der Burg residierten und die heiligen Stätten besuchten.

Der „Anello Basso“ des Monte Penna

Für alle, die ganz in die Natur eintauchen möchten, ist das Dorf La Beccia der ideale Ausgangspunkt. Von hier aus schlängelt sich der „Anello Basso“, ein Weg, der am Fuße der Felsgrate entlangführt, auf denen die Kloster thront. Die Route beginnt im Weiler La Beccia – einst ein wichtiger Rastplatz für Reisende – und führt durch den dichten Buchenwald hinauf, vorbei an den riesigen Felsblöcken, die die Geologie des Berges prägen, bis sie wieder auf das Klostergelände trifft.

Der „Anello Alto“ und der Gipfel

Die Route mit dem schönsten Ausblick ist der „Anello Alto“, der die Wanderer bis zum Gipfel des Monte Penna auf 1289 Metern Höhe führt. Entlang des Weges, der sich zwischen jahrhundertealten Buchen und Tannen schlängelt, kann man historische Zeugnisse der klösterlichen Vergangenheit entdecken, wie zum Beispiel den alten Eiskeller der Franziskaner, eine Anlage, die dank des rauen Klimas des Berges einst für die Konservierung von Lebensmitteln von grundlegender Bedeutung war. Im weiteren Verlauf des Aufstiegs bietet der Weg atemberaubende Ausblicke, die einen privilegierten Blick auf das Vallesanta und das gesamte Casentino gewähren.