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Die Robbianen

Die glänzenden Keramiken von Robbia

Innerhalb des monumentalen Komplexes von La Verna sind zahlreiche Werke und Reliefs von außergewöhnlichem künstlerischem Wert erhalten, unter denen die Meisterwerke von Andrea della Robbia, dem Neffen von Luca della Robbia, dem Gründer des Familienunternehmens, besonders hervorstechen. Die für die Florentiner Renaissance typische Technik der glasierten Terrakotta findet auf diesem „heiligen Berg“ einen ihrer höchsten Ausdrucksformen und bereichert die sakralen Räume durch den charakteristischen Kontrast zwischen dem Weiß der Figuren und dem Blau der Hintergründe.

Die geheime Alchemie der Glasur

Der eigentliche Wettbewerbsvorteil der Familie de’ Robbia lag im „Geheimnis“ der Verglasung. Sie verwendeten keine einfache Farbe, sondern eine chemische Mischung aus Zinn, Silizium, Antimon und Metalloxiden. Nach dem Brennen im Ofen bei hohen Temperaturen verwandelte sich diese Mischung in eine extrem harte, glasartige Schicht. Diese „Rüstung“ diente nicht nur ästhetischen Zwecken: Sie war eine technische Notwendigkeit, um das poröse Terrakotta vor Verwitterungsprozessen zu schützen.
Genau aus diesem Grund strahlen die Robbiane noch heute in leuchtenden und einzigartigen Farben.